Erinnerungen in Hamm 03

Hammer-Landstrasse-131-141-1937 Hammer Landstraße 131-141, 1937
Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,

Johanna Günther (Jahrgang 1930) wurde durch unsere Publikationen angeregt, ihre eigenen Erinnerungen zu Papier zu bringen: 

„Sehr gern kauften wir in der Hammer Landstraße. Vorbei an der alten Kirche, wo in der Franzosenzeit die Pferde verwahrt wurden. Die Eisenringe an den Wänden wurden von uns mit Scheu betastet. Hinunter gings die Hexentreppe ins Einkaufsparadies voller Leben. Da war Messmer an der Ecke mit herrlichen Lakritzartikeln, beim Hammonia-Buttergeschäft wurde alles abgewogen, dann das Schneverdinger Landbrot-Geschäft, wo wir ein Drei-Pfund-Brot erstanden. Im Sommer gab es den Eisverkäufer mit dem interessanten, rotweißen Scheibenrad. Beim Kaufhaus Eggers bekamen Mädchen Karten mit vorgezeichneten Motiven zum Aussticken. Der Papierladen Heitmann bot Männe und Max-Heftchen, eine 36-Geschichten-Serie, an. Kolonialwaren Schmidt hatte in der Ecke der zwei Tresen einen runden Hocker mit einem dicken, schlafenden Tigerkater, der mich begeisterte." 

In den nächsten Wochen werden wir den Bericht in lockerer Folge fortsetzen.

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm