Als der Ascheimerwagen zum Aschberg fuhr

Aschberg Blick vom Aschberg nach Westen in den 50er-Jahren.
Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,

Abfallbeseitigung ist heute ein überaus kompliziertes Thema. Manches Mal stellt sich die Frage, kommt die Schachtel in den gelben Sack oder in die blaue Tonne. Früher gab es nur eine Tonne, das war ein metallener Ascheimer. Ein großer, alter Lastwagen, der Ascheimerwagen, rollte mit Vollgummireifen und einem trommelartigen Aufbau wöchentlich durch die Straßen und nahm den Müll mit. Ein seitlich angebrachtes Schild beschrieb die Geschwindigkeit des Fahrzeugs mit sage und schreibe 8 km/h. „Die Gemächlichkeit des Fahrens war somit schon vorprogrammiert, mit welcher er zum Aschberg zum Entladen fuhr. An den Wagen konnten seitlich vier große, runde und verzinkte Ascheimer eingehängt werden. Die große Trommel drehte sich hoch und somit entleerte sich der Eimerinhalt in den Laderaum hinein. Der Eimer und der Wagen waren ständig mit einem hellbraunen Staub von Brikettasche überzogen. Schon die Bezeichnung ‚Ascheimer' war damals absolut zutreffend, denn 90% des Eimerinhaltes bestand tatsächlich aus Asche. Jede Wohnung hatte ja mehrere Öfen. Hier wurde alles nur Erdenkliche verbrannt bzw. verheizt. Das ging hin bis zur Kartoffelschale, denn wer diese verheizt, reinigt gleichzeitig den Kamin – war die Rede. Flaschen waren derzeit immer Mehrwegflaschen – Getränkedosen kannte man noch nicht und Plastik gab es noch nicht. Die Abfallmenge von damals war nur ein Bruchteil dessen, was wir heute ‚Hausmüll' nennen," so berichtete ein Zeitzeuge. Vielleicht schmeißen wir die Schachtel doch in den Restmüll oder lieber nicht?

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm 

 

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