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Vom Katzenstieg zur Schnullerbrücke

Krugtwiete

Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,

wussten Sie, dass die Krugtwiete einst im Volksmund „Katzenstieg" genannt wurde? Dieser Fußweg existierte auch schon vor dem Zweiten Weltkrieg und stellte eine wichtige Verbindung zwischen Oben- und Unten-Hamm dar. Steil ging es hinab zur Hammer Landstraße, an der es viele Geschäfte gab. Auch in gegengesetzter Richtung war der Weg von enormer Wichtigkeit, denn die Mittelstraße, heute Carl-Petersen-Straße, bot auch reichlich Gelegenheit zum Einkaufen. Die anliegenden Hanggrundstücke wurden in den vorigen Jahrhunderten von reichen Hamburger Kaufleuten zum Bau prächtiger Villen und Landhäuser genutzt.

Das Wort „Twiete" bedeutet „schmaler Durchgang". Dieser kleine Weg wurde bereits 1760 nach einem an der Ecke zur Hirtenstraße gelegenem Wirtshaus, einem Kroog, benannt. Die Bezeichnung „Kroog" stammt aus dem Plattdeutschen, in Hochdeutsch: Krug. Die Gastwirtschaft bestand bis 1840 und musste einer neuen Bebauung weichen. Der Name aber blieb. Die Hirtenstraße wurde in diesem Bereich nach dem Krieg auf der südlichen Seite nicht wieder bebaut und ist heute ein Teil von Hamburgs längstem Park. In offener Bauweise verläuft hier die U-Bahntrasse nach Billstedt, die den Bau einer Brücke erforderlich machte. Somit wurde diese wichtige Verbindung erhalten. Die Brücke, und jetzt kommt wieder der Volksmund, ist vielen Bewohnern besser bekannt als „Schnullerbrücke", weil Eltern hier häufig verweilen, damit ihre Kleinen die unter der Brücke fahrenden Züge beobachten können. Mit etwas Glück hupen die Zugfahrer und -fahrerinnen, wenn sie die Kinder bemerken. Mancher Schnuller fiel dann vor Schreck schon ins Gleisbett. Bleiben Sie gesund!

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm