Kakaoduft und Pferdeäpfel

Sonninstraße, Blick über den Nordkanal, rechts die runde Häuserecke Spaldingstraße, ca. 1930. Sonninstraße, Blick über den Nordkanal, rechts die runde Häuserecke Spaldingstraße, ca. 1930.

 Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde und Freundinnen des Stadtteils,

Hans Gehrcke, Kaufmannssohn, erinnert sich an die Wegstrecke zum Familienbetrieb Wehrhagen in der Sonninstraße: 

Das letzte Wegende zur Firma begann an der ‚runden' Ecke bei der Spedition Homann von der Spaldingstraße in die Sonninstraße, früher baumbestanden, bis die großen Ulmen der Pilzkrankheit zum Opfer fielen, links umbaut, angrenzend an die Gütergleise, die dort endeten, rechterhand das damals neue Klinkergebäude der Firma Henkel &Cie, das Persilhaus. Alltags traf man Hausfrauen, Gruppen von Besuchern, die an Vorträgen und Waschvorführungen teilnahmen, nach einem Imbiss mit Warenmustern und einem Waschholz entlassen wurden. An den modernen Henkel-Bau reihten sich dann Kontorhäuser, das Wohnhaus zur Straße in Nr. 20/22 und dann das riesige Haus der GEG-Schokoladenfabrik. Alle anderen Gerüche dieser Gegend wurden überlagert vom Kakaoduft dieses Produktionskomplexes. Auffallend war der Baumbestand in diesem betriebsamen Viertel mit Handel und Gewerbe. Fast wie eine Idylle dazu passend erinnere ich, dass auf der kopfsteingepflasterten Straße, wo sich häufig Pferdeäpfel befanden, auch dort in Hammerbrook, sich Haubenlerchen und Spatzen daran gütlich taten.

In den nächsten Wochen werden wir in lockerer Folge den Bericht fortsetzen.

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm

 

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