Johanna Günther (Jahrgang 1930) wurde durch unsere Publikationen angeregt, ihre eigenen Erinnerungen zu Papier zu bringen:
"Bei solchen Einkäufen besuchten wir manchmal meinen Vater in der Polizeiwache am Borstelmannsweg, wo er seinerzeit Dienst machte. Die Arrestzelle war faszinierend. Dort holten wir uns im Krieg unsere Gasmasken ab, mit denen wir Kinder Allotria trieben, aber wehe, ein Erwachsener erwischte uns dabei. Unser Hausarzt war Dr. Höft am Hammer Steindamm. Das waren imposante Häuser mit hübschen Zierfiguren neben der Haustür oben an der Hauswand.
Unsere Volksschule mit Oberbauzug (Mittelschule) war in der Marienthaler Straße 172, während der Eingang der Jungen in der Griesstraße 101 lag. Als Trennung zwischen Jungen und Mädchen dienten Pendeltüren in den langen Fluren. Es war eine außerordentlich moderne Schule mit gutem Ruf. Im Keller waren allerlei Werkräume, nebenbei auch Milch- und Kakao-Ausgabe für wenig Geld. Wir hatten eine Turnhalle mit Bühne für Aufführungen, Gymnastikräume, Duschbäder, Dachgärten, Chemie- und Physikräume, Musiksaal, einen Schulkindergarten und daneben einen Nähmachinenraum."
In den nächsten Wochen werden wir den Bericht in lockerer Folge fortsetzen.
Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm