By Redaktion auf Samstag, 19. September 2026
Kategorie: Hamm

Gemeinsam auf den Weg: Gemeindepsychiatrischer Verbund Hamburg-Mitte startet

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte informiert:

Gemeinsamer Auftakt für eine stärkere Zusammenarbeit in der psychiatrischen Versorgung. Mit dem Auftakt des Gemeindepsychiatrischen Verbunds (GPV) Hamburg-Mitte begann gestern ein gemeinsamer Prozess, in dem sich zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung im Bezirk kennenlernen und den Grundstein für eine künftige verbindliche Zusammenarbeit legen. Ziel ist es, die Hilfen für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen besser zu koordinieren, Versorgungslücken zu vermeiden und eine personenzentrierte und wohnortnahe Unterstützung sicherzustellen.

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Eine gute psychiatrische Versorgung braucht starke Strukturen vor Ort und Menschen, die Verantwortung füreinander übernehmen. Mit dem Auftakt schaffen wir die Möglichkeit, dass die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure im Bezirk miteinander ins Gespräch kommen, sich kennenlernen und gemeinsam Perspektiven für eine verbindliche Zusammenarbeit entwickeln. Unser gemeinsames Ziel muss sein, Menschen mit psychischen Erkrankungen möglichst frühzeitig zu erreichen, ihnen verlässliche Unterstützung anzubieten und ihnen ein selbstbestimmtes Leben mitten in unserer Gesellschaft zu ermöglichen."

Jonna Anna Kahlke, Psychiatriekoordination Bezirksamt Hamburg-Mitte: „Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen brauchen häufig Unterstützung aus unterschiedlichen Bereichen. Entscheidend ist, dass diese Hilfen gut ineinandergreifen und Betroffene nicht zwischen verschiedenen Angeboten verloren gehen. Dieser Auftakt ist ein wichtiger erster Schritt: Die beteiligten Akteurinnen und Akteure lernen sich kennen, tauschen sich über ihre Erfahrungen und Bedarfe aus und beginnen gemeinsam, die weitere Zusammenarbeit zu gestalten. Dabei ist es besonders wichtig, die Perspektiven von Menschen mit Psychiatrieerfahrung und Angehörigen einzubeziehen."

Am Aufbau des Gemeindepsychiatrischen Verbunds sollen unter anderem Träger der Eingliederungshilfe, Kliniken, niedergelassene Praxen, der Sozialpsychiatrische Dienst und weitere psychosoziale Dienste beteiligt sein. Auch Menschen mit eigener Psychiatrieerfahrung sowie Angehörige erkrankter Menschen sollen in die weitere Entwicklung des Verbunds einbezogen werden.

Bei der Auftaktveranstaltung im Wichern-Saal des Rauhen Hauses kamen Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Bereiche zusammen, um sich kennenzulernen, sich über die jeweiligen Angebote und Erfahrungen auszutauschen und den gemeinsamen Start in die Zusammenarbeit zu gestalten. Neben einer Einführung in die Idee und mögliche Struktur eines GPV standen ein Impulsvortrag sowie verschiedene interaktive Formate zum Austausch und zur Vernetzung auf dem Programm.

Die Psychiatriekoordination Hamburg-Mitte begleitet den weiteren Aufbau des Gemeindepsychiatrischen Verbunds. In den kommenden Schritten soll gemeinsam konkretisiert werden, wie eine verbindliche Zusammenarbeit der an der psychiatrischen Versorgung beteiligten Stellen im Bezirk gestaltet werden kann. Ziel ist es, die unterschiedlichen Angebote und Perspektiven künftig noch besser zusammenzuführen und die Versorgung gemeinsam weiterzuentwickeln.