Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,
Johanna Günther (Jahrgang 1930) wurde durch unsere Publikationen angeregt, ihre eigenen Erinnerungen zu Papier zu bringen:
„Nicht zu vergessen das Colombo-Kaffeegeschäft, elegant, duftend, in Rot-Gold-Braun-Farben, wo Mama sich ab und zu einen Wunsch erfüllte mit einem achtel Pfund Kaffee. Bäcker Borchert gehört zu der Aufzählung: Kam man dort die Treppe zur Hammer Landstraße hinunter, guckte man in den Hof einer Schlosserei, fühlte die warme Wand der Backstube und konnte sich an einem ‚goldenen' Treppengeländer festhalten, da die Stufen unterschiedlich groß waren. Gegenüber lag Budnikowski, Bekleidungshaus Hirschfeld und im Souterrain eines Hauses lag ein Spirituosen-Geschäft. Da kauften wir im Krieg als Sonderzuteilung eine Flasche Rum. Mama fühlte sich richtig verwegen, denn wann gab es bei uns Alkohol, Bier oder Wein, von Sekt ganz zu schweigen. Aber waren wir deshalb arm und unglücklich? Niemals."
In den nächsten Wochen werden wir den Bericht in lockerer Folge fortsetzen.
Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm