Von Redaktion auf Mittwoch, 28. Oktober 2026
Kategorie: Hamm

Baubeginn im Hammer Park: Spatenstich für das „Otto-Linne-Haus – Haus der Generationen“

Baubeginn im Hammer Park: Ab heute entsteht mit dem „Otto-Linne-Haus – Haus der Generationen" ein neuer Begegnungsort für Menschen aller Altersgruppen. Das Projekt ist Teil des Modellvorhabens „Mitte machen" des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Auf rund 1.100 Quadratmetern werden künftig verschiedene Angebote unter einem Dach vereint: die offene Kinder- und Jugendarbeit, Angebote für junge Familien mit kleinen Kindern sowie für ältere Menschen. Die Sprinkenhof GmbH realisiert den Neubau. Die Fertigstellung ist für Mitte 2028 geplant.

Jacqueline Charlier, Staatsrätin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Der Hammer Park ist ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen im Quartier. Umso schöner ist es, dass hier ein Ort entsteht, an dem Menschen jeden Alters zusammenkommen und gemeinsam Zeit verbringen können. Mit neuen Angeboten für Kinder und Jugendliche, junge Familien sowie Seniorinnen und Senioren wird das Miteinander im Quartier weiter gestärkt. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, den Park als wertvollen Ort für Erholung und Freizeit zu erhalten. Wir freuen uns über dieses Projekt und sind gespannt auf das, was hier in den kommenden Monaten entsteht."

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Mit dem Otto-Linne-Haus entsteht im Hammer Park ein Begegnungsort für Menschen jeden Alters – für die offene Kinder- und Jugendarbeit, für Angebote an junge Familien mit kleinen Kindern, aber auch für Seniorinnen und Senioren. Es ist uns als Bezirk immer ein großes Anliegen, den sozialen Zusammenhalt in unseren Stadtteilen zu stärken, dazu tragen Projekte wie das Otto-Linne-Haus ganz besonders bei und deshalb freue ich mich über den heutigen Baustart sehr und noch mehr darauf, wenn wir im Jahr 2028 die Eröffnung feiern können."

Martin Sowinski, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH: „Mit dem ersten Spatenstich für das Otto-Linne-Haus setzen wir als Sprinkenhof GmbH einen wichtigen Meilenstein bei der Realisierung eines anspruchsvollen Bauvorhabens. Unser Ziel ist es, einen modernen Neubau in Holzbauweise zu schaffen, der den besonderen Anforderungen des denkmalgeschützten Parks gerecht wird und zugleich Raum für Begegnung und Austausch zwischen den Generationen bietet. Dafür koordinieren wir die komplexen baulichen Rahmenbedingungen und stimmen die Umsetzung eng mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ab. So verbinden wir unsere bauliche und organisatorische Kompetenz mit einem konkreten Mehrwert für das Quartier."

Die Umsetzung des Neubaus stellt besondere Anforderungen an die Baustellenorganisation und den Umgang mit dem denkmalgeschützten Umfeld. Um Beeinträchtigungen des Parks möglichst gering zu halten und die historische Allee als Parkzugang zu erhalten, wird die Baustelle ausschließlich über eine eigens eingerichtete Zufahrt im Süden des Grundstücks erschlossen.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 14,7 Millionen Euro und umfassen neben dem Neubau des „Otto-Linne-Hauses – Haus der Generationen" auch die Neugestaltung der Außenflächen. Dabei werden die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt und historische Sichtachsen und Wegebeziehungen im Park weitestgehend wiederhergestellt sowie versiegelte Flächen reduziert. Das Gebäude wird barrierefrei und unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen des Klimaschutzes errichtet. Die Hochbauplanung stammt vom Architekturbüro ADEPT, die Freiraumplanung von WES LandschaftsArchitektur.

Der Name „Otto-Linne-Haus – Haus der Generationen" wurde 2025 im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens ausgewählt. Der Name würdigt den Garten- und Landschaftsarchitekten Otto Armand Linne, der den Hammer Park maßgeblich gestaltet hat. Zugleich verweist er auf die generationsübergreifenden Angebote.

Modellvorhaben „Mitte machen"

Das Modellvorhaben „Mitte machen" ist ein Förderprogramm des Bundes unter dem Dach der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Ziel ist es, innovative Ansätze für die Entwicklung von Quartieren zu erproben und daraus Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Städtebauförderung zu gewinnen.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem der klimagerechte Umbau, die Infrastruktur für neue Mobilitätsformen, die Nachverdichtung sowie das Miteinander von Sport, Wohnen, Freizeit und Gewerbe. Auch die Förderung des sozialen Zusammenhalts spielt eine wichtige Rolle.

Die Stadtteile im Modellgebiet sind Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort im Osten des Bezirks Hamburg-Mitte. In diesen Stadtteilen soll die sportliche und soziale Infrastruktur, also Sportanlagen, Bolzplätze und Einrichtungen wie z. B. Häuser der Jugend, Spielhäuser und Quartierszentren, modern, zeitgemäß und vor allem nutzerfreundlich werden.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) fördert den Bezirk Hamburg-Mitte als eines von bundesweit sechs Modellgebieten. Der Bund stellt Hamburg für die Umsetzung von 12 Projekten insgesamt bis zu rund 67 Millionen Euro zur Verfügung. Eine ähnlich hohe Summe (Kofinanzierung) wird von Hamburg bereitgestellt. Das Modellvorhaben hat eine Laufzeit von 2019 bis 2028.