Licht, Luft, Backstein

Caspar-Voght-Straße Caspar-Voght-Straße

Am Sonntag, dem 1. Juli um 16 Uhr führt das Stadtteilarchiv Hamm unter dem Titel „Licht, Luft, Backstein" durch das Gebiet zwischen Güterumgehungsbahn, Horner Weg, Caspar-Voght-Straße und der S-Bahn. Es ist eines der größten zusammenhängenden Wohngebiete, das nach den Ideen des Oberbaudirektors Fritz Schumacher erbaut wurde. Vorwiegend Baugenossenschaften errichteten hier ab 1924 ihre Wohnblöcke mit begrünten Innenhöfen. Der Block Horner Weg 71 Ecke Metttlerkampsweg 2 bis 14 verfügt sogar über eine Tiefgarage, die bereits in den 20er-Jahren unter einer Rasenfläche angelegt wurde. Schumacher zog seine Lehren aus der damals vorherrschenden engen Bebauung. Die so genannten Schlitzbauten ließen kaum Sonnenlicht in die Räume, waren schlecht zu belüften und führten zu Krankheiten.

Die nach Schumachers Kriterien gebauten Wohnungen können quer gelüftet werden. Auf jeder Etage befinden sich nicht mehr als zwei Einheiten. Treppe und Toiletten liegen an den Außenwänden. Jede Wohnung verfügt über einen Keller- oder Bodenraum. Die Häuser weisen in der Regel ein gleiches äußeres Erscheinungsbild auf. Die der Straße zugewandte Front hat eine Backstein- oder Klinkerverkleidung, während die Rückwand schlicht verputzt ist und keinerlei gliedernde Elemente außer Fenstern und Balkonen besitzt. Viele kleine Ladengeschäfte ermöglichten die Versorgung mit Waren für den täglichen Bedarf gleich vor der Haustür. Der Rundgang startet an der U-Bahnstation Rauhes Haus, Ausgang Ost. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 € und ist bitte bar und passend zu entrichten.