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Ausstellungsprojekt: „Unser Alltag mit Kinderarbeit – von Auto bis Zucker“

Kinder in Indien bei der Baumwollernte
Kinder in Indien bei der Baumwollernte, Foto: terre des hommes
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Veranstaltungen
Datum
So. 01.05.22 22:00 - So. 12.06.22
Ort
Fabrik der Künste
Autor
Super User

Beschreibung

01.Mai – 12.Juni 2022
 
Ausstellungsprojekt: „Unser Alltag mit Kinderarbeit – von Auto bis Zucker“
 
Eine Kooperation mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes e.V.
 
Vernissage: Sonntag, 01.05.2022, 16Uhr
Ausstellungseröffnung mit Dagmar Berghoff – ehemalige Schirmherrin von terre des hommes
 
Öffnungszeiten: Di . – Fr.: 15.00 – 19.00Uhr; Sa. – So.: 12.00 – 18.00Uhr
 
Rahmenprogramm:
 
Donnerstag, 05.05.2022, 19-20Uhr
Sklaverei in Mode – Ausbeutung in der Textilindustrie.
Diskussion mit Margot Käßmann, terre des hommes-Botschafterin.
 
Donnerstag, 19.05.2022, 19-20Uhr
Auto, Handy, Lippenstift – Rohstoffe aus Kinderhand. Diskussion.
 
Donnerstag, 02.06.2022, 19-20Uhr
Bittere Schokolade – Kinderarbeit auf Kakaoplantagen.
Diskussion mit Vertreter*innen von Südwind und Nestlé.
 
Finissage: Sonntag, 12.06.2022, 16Uhr
 
Eintritt frei.
 
Die Fabrik der Künste zeigt gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes ein umfangreiches Ausstellungsprojekt zum Thema „Kinderarbeit heute“.
 
Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Ländern weltweit, wird deutlich, in welchen Bereichen auch heute noch ausbeuterische Kinderarbeit stattfindet. Dabei ist der Fokus auf Beispiele gerichtet, die einen direkten Bezug zu unserer Lebenswirklichkeit in Deutschland haben.
 
Kosmetik, Elektrogeräte, Lebensmittel, Kleidung…. In unzähligen Produkten und Gegenständen, die wir tagtäglich ganz selbstverständlich verwenden, kommen im Laufe der unterschiedlichen Lieferketten Kinderarbeiter vor, die an der Herstellung der Rohstoffe oder Endprodukte maßgeblich beteiligt sind. Der Reichtum der sogenannten 1.Welt basiert grundlegend auf der systematischen Ausbeutung von Erwachsenen wie Kindern aus ärmeren Ländern.
 
Innerhalb des Ausstellungsprojektes kommen auch die Projektpartner von terre des hommes zu Wort und geben Einblicke in die Arbeit vor Ort in den betroffenen Ländern und vom gemeinsamem Aufbruch und Engagement für bessere Arbeits- und Lebensverhältnisse. Aber auch arbeitende Kinder selbst erläutern in Testimonials ihren Alltag, der geprägt ist von harter Arbeit, Zwang, Erschöpfung, Rechtlosigkeit und Diskriminierung. Damit bekommt der Skandal der Kinderarbeit für Besucherinnen und Besucher ein Gesicht und eine Stimme  und deckt die teils korrupten Machenschaften einer globalisierten Industrie auf,  zu der auch die Ausbeutung von 160 Millionen Mädchen und Jungen gehört, unter ihnen 79 Millionen, die unter gefährlichen und menschenunwürdigen Bedingungen schuften müssen. Exemplarisch werden Lieferketten aus drei Sektoren dargestellt, in denen besonders viele Kinder ausgebeutet werden:  Bergbau, Textilien/Mode und Landwirtschaft.
 
Auch wird der Teufelskreis aus Armut und Kinderarbeit beleuchtet, der sich zumeist über viele Generationen hin fortsetzt und kaum zu durchbrechen ist.
 
Gleichzeitig wird deutlich, dass ein bloßes „Abschalten“ von Kinderarbeit nicht die Lösung ist. Durch ihren geringen Verdienst durch zum Teil schwere körperliche Arbeit, sichern Kinderarbeiter oftmals ihr Überleben oder sogar das ihrer Familien. Erst wenn die Grundversorgung der ganzen Familie sichergestellt ist, gibt es für die Kinder die Option eine Schulausbildung zu erhalten und durch Bildung einen Weg aus der Armut zu gehen.
 
Ziel der Ausstellung ist es keineswegs nur anzuprangern oder Schuld zuzuweisen, sondern den Besucher zu sensibilisieren, an welchen Produkten womöglich Kinderarbeiter beteiligt sind, und wie jeder Einzelne durch sein Kosum- und 

Standortinformationen

Fabrik der Künste

Straße
Kreuzbrook 12
Bundesland
Hamburg
Land
Deutschland