Der Hammer Widerstand

Süderstraße 319-325 (1930) Süderstraße 319-325 (1930)

 Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,

das Ende des Zweiten Weltkrieges und der damit zusammenhängende Zusammenbruch der Schreckensherrschaft des deutschen Nationalsozialismus ist nun bereits fast 73 Jahre her und doch mahnen nicht nur Historiker, dass selbst etablierte Demokratien keine Garantie für die Ewigkeit besitzen, auch nicht bei uns im sicher wirkenden Europa. Jeder Einzelne sollte stets wachsam sein gegenüber Unrecht, gegen Willkür und gegen Gewalt. Frei nach dem leider zeitlosen Motto "Wehret den Anfängen" ist die historische Auseinandersetzung mit diesen Themen eine generationsübergreifende Lebensaufgabe aller rechtschaffenden Menschen. 

Doch auch oder gerade in jenen Zeiten, in denen die Demokratie vernichtet wurde, in der Diktatur und Tyrannei gesiegt hatten über Vernunft und Freiheit und alle Wege heraus unmöglich erschienen, wo Leid und Angst das Leben bestimmten, so gab es immer jene Mutigen, jene Aufrechten, die sich dem Übel und dem Bösen entgegenstellten. Und genau diesen Menschen in und aus unserem Hamm, die sich während des so genannten "Dritten Reiches" gegen Diktatur, Verfolgung und Vernichtung des eigenen Volkes zu wehren wagten, denen widmen wir uns im nächsten Geschichtscafé. 

Berichtet wird unter anderem über Karl Wolff und den Altonaer Blutsonntag. Wolff lebte zuletzt in der Süderstraße 323, wo auch heute noch ein Stolperstein an ihn erinnert, über den jüngeren und älteren Heinz Priess und einigen anderen Personen des Widerstandes aus Unten-Hamm.

Das Geschichtscafé am Dienstag, den 3. April beginnt um 14.30 Uhr in unseren Räumen in der Carl-Petersen-Straße 76, Hofzugang. Der Eintritt beträgt inklusive einem Kuchengedeck 5 €.

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm