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Wer wohnte im Toilettenhäuschen?

Toilettenhaus-1945 Toilettenhaus 1945

Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,

die sommerlichen Temperaturen bleiben uns hoffentlich noch eine Weile erhalten, denn der nächste Stadtteilspaziergang steht an. Selbst wenn uns erneut die Sahara-Hitze erreicht, lockt der Hammer Park mit seinem alten, schattenspendenden Baumbestand. Ehemals war diese Fläche im Privatbesitz der Familie Sieveking. 1914 erwarb die Stadt das Gelände und stellte es nach vielen Umbaumaßnahmen 1920 offiziell der Öffentlichkeit zur Verfügung. Es gab ein Restaurant für den kleinen und eins für den größeren Geldbeutel. Unter einer Musikmuschel traten namhafte Stars und Kapellen auf, die schon mal tausend oder mehr Zuhörer anlocken konnten. Der Heckengarten war daher rund um zu und konnte nur durch die Fenster betrachtet werden. Wärter sorgten für Ordnung und schlossen nachts ab. Über viele Jahre war der Park sogar beleuchtet. Der Obergärtner hatte sein eigenes Haus mitten im Grünen. Nach dem Krieg entstanden auf der kleinen Liegewiese Notunterkünfe und die große Wiese wurde als Kartoffelacker genutzt. Bereits 1944 zog eine Familie in das Toilettenhäuschen am Kinderspielplatz. Der Vater reparierte das stark beschädigte Dach, entfernte die Toilettenräume und mauerte den "Wetterraum" zu. Für die Tochter, unsere Zeitzeugin, war es eine schöne und glückliche Zeit, die sie nicht mit Bewohnern von Kellern hätte tauschen mögen. 

Am Sonntag, den 7. Juli um 16 Uhr startet die Führung am Nordausgang des U-Bahnhofs Hammer Kirche. Die Kosten betragen 7 € und sind bitte bar und passend zu entrichten.

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm

 

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Mittwoch, 17. Juli 2019