Narben des Sturms

Mittelstraße-89-1943 Mittelstraße 89 (1943)

Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,

Narben sind die bleibenden Spuren von Wunden, von Schmerzen, ob physischer oder ob psychischer Natur. Und ein Sturm ist das Umwerfende, das Zerstörerische, das Vernichtende. So vereinen sich beide Begriffe zu den Erlebnissen und Gefühlen, den Gedanken der Erinnerung an die Bombennächte vom Juli 1943, diese sind schwer in Worte zu fassen. Die alliierte „Operation Gomorrha" jährt sich nun zum 76. Mal.

Während auf der einen Seite die deutsche Wehrmacht an scheinbar allen Fronten in die Defensive geriet, flogen auf der anderen Seite, zur Unterstützung der vorrückenden sowjetischen Armee im Osten, die britischen und amerikanischen Alliierten Luftangriffe auf deutsche Städte, um hier ebenfalls deutsche Truppen zu binden, die zivile Moral zu brechen und auch den Nachschub an die Front zu behindern. Verschärfend kam für Hamburg hinzu, dass eine wochenlange Hitzewelle und Trockenheit herrschte. Dieses führte in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 dazu, dass die Bomben nicht nur Zerstörung und Leid wie bisher in anderen deutschen Städten auslösten, sondern ein wahrer Feuersturm biblischen Ausmaßes durch die Straßen Hamms peitschte und heute noch viele Häuser mit einer Gedenktafel an die Zerstörung erinnern.

Bei unserem Stadtteilrundgang durch die Carl-Petersen-Straße am Sonntag, den 28. Juli zeigen wir, dass diese Straße, wie so viele Straßen, Ecken und Gegenden bei uns in Hamm vor jenem furchtbaren Feuersturm ein anderes Gesicht hatte und auch einen anderen Namen.
Der Treffpunkt ist um 16 Uhr direkt am U-Bahnhof Hammer Kirche, Nordseite auf dem Geesthang. Die Teilnahme kostet 7 € pro Person, bitte bar und passend!

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm 

 

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Dienstag, 20. August 2019