Hammer Geschichte: Hoch- und Röhrenbunker

Notausstiegsluke Notausstiegsluke

Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils,

im Laufe der Jahrzehnte haben wir uns viele Bunker in der Stadt angeschaut, um zu erkennen, welche verschiedenen Bunkertypen die Nationalsozialisten bei uns in der Stadt errichteten. Grob klassifizieren lassen sie sich in ober- und unterirdische Bauten. In den innenstadtnahen Stadtteilen wurden die typischen Hochbunker errichtet, mal quadratisch, mal rechteckig und einige sind mit einem Torbogen versehen, damit die Häuser auf dem Hinterhof erreicht werden können. Daneben gibt es an ausgewählten Bahnhöfen und großen Plätzen die Turmbunker, z.B. am Hasselbrookbahnhof. 

Unter der Erde finden wir zum einen die relativ kleinen Rundbunker, die je nach Größe für 50 bis 100 Personen ausgelegt waren. Zum anderen gibt es die so genannten Röhrenbunker, die je nach vorhandenem Platz eine bis sieben Röhren aufweisen. Bei uns in Hamm stoßen wir vorwiegend auf die drei- und vierröhrigen Bauten. 

Der erste Bunker, den wir uns anguckten, war der 3-Röhrenbunker im Hammer Park. Dieses Bauwerk stand ca. einen Meter unter Wasser. Dankenswerter Weise pumpte uns das Technische Hilfswerk den Bunker leer. Trockenen Fußes konnten wir anschließend das Gebäude dokumentieren. Die zentrale Lage wäre für ein Bunkermuseum in Hamm ideal gewesen, aber schon nach kurzer Zeit stand das Bauwerk erneut unter Wasser. In diesem Zuge wurde die Notausstiegsluke ausgewechselt, da sie völlig verrostet war. Über eine Leiter mussten die Menschen im Notfall über vier Meter in die Höhe klettern und sich mit Gepäck, womöglich mit Kindern auf dem Arm, durch diese kleine Öffnung zwängen. Die Luke ist heute im Bunkermuseum Hamburg ein wichtiges Ausstellungsstück.

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm 

 

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Mittwoch, 11. Dezember 2019