Als im Malzweg noch Bier gebraut wurde…

Klaus-Groth-Strae-30-30er-Jahre Klaus-Groth-Straße 30, 30er-Jahre

Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils, 

die Klaus-Groth-Straße verläuft parallel zur Borgfelder Straße und liegt jedoch oben auf dem Geesthang. Sie beginnt beim Berlinertordamm und endet an der Burgstraße. Die Seitenstraßen zweigen und zweigten allesamt nach Norden ab: Jungestraße (ehemals Wallstraße), Burggarten, Alfredstraße, Malzweg und Elise-Averdieck-Straße. Hinzu kommt noch die Antonstraße, die es heute nicht mehr gibt. 

Bis 1943 konnte man hier alles kaufen: Brot, Fleisch und Wurst, Zahnpasta, Töpfe, Tabak und sogar die Schuhe reparieren lassen – und das alles in Fachgeschäften. An der Ecke Alfredstraße, auf dem Gelände der heutigen neuapostolischen Kirche, stand zwischen 1822 und 1868 eine Windmühle. Der Malzweg erinnert an eine Brauerei, die einst hier stand. 

Die Schule Burgstraße ist eine von fünf Hamburger Versuchsschulen, die einst auch Loki Schmidt besuchte. Ein neues Erziehungsprogramm motivierte die Kinder zur freien Mitarbeit und zum selbstständigen Denken. Rohrstöcke oder Maßregelungen gab es an dieser Schule nicht – sehr ungewöhnlich für die damalige Zeit. Neben dem Unterricht wurden Gymnastik- und Werkkurse sowie ein Theaterkreis angeboten. In einem Orchester spielten Eltern, Lehrer mit ehemaligen Schülern zusammen. Der Dichter Klaus Groth (1819 bis 1899), Schöpfer der neuplattdeutschen Literatur, ist der Namensgeber dieser Straße. 

Möchten Sie mehr über die Klaus-Groth-Straße und Umgebung erfahren, dann kommen Sie doch gern zum Stadtteilspaziergang am Sonntag, den 18. August um 16 Uhr. Die Teilnahmegebühr von 7 € ist bitte bar und passend zu entrichten. Treffpunkt ist der U-Bahnhof Burgstraße.

Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm 

 

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Mittwoch, 11. Dezember 2019